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Richter entscheiden über Wurstkartell

01.10.2018

Um die Wurst geht es heute vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf. Die Richter sprechen ihr Urteil zum sogenannten "Wurstkartell". Es geht um verbotene Preisabsprachen innerhalb der Wurstindustrie. Die Hersteller hatten Preise von Wurst und Aufschnitt miteinander besprochen, um sich gegenseitig keine Konkurrenz zu machen.

Und dann?

Gab es hohe Strafen vom Kartellamt. Die Behörde überwacht, dass es zu solchen Preisabsprachen nicht kommt. Damit wir beim Einkaufen 🛒 keine Nachteile bekommen. 22 Wursthersteller mussten insgesamt 338 Millionen Euro an Strafe zahlen. Eine Firma aus Versmold im Kreis Gütersloh wert sich dagegen jetzt vor Gericht.

Ganz schön hoch...

Ja. Aber einige Firmen haben nicht gezahlt. Denn es gab die "Wurstlücke". Größere Unternehmen haben einfach ihre Tochterfirmen aufgelöst, die zu den Strafen verurteilt wurden. Deshalb wurden nur 100 Millionen statt 338 Millionen Euro an Strafe gezahlt.