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Urteil zu Brust-Implantaten in Frankreich

09.10.2018

In einem jahrelangen Streit könnte heute ein wichtiges Urteil kommen. ⚖️ Es geht um Brust-Implantate mit billigem Industrie-Silikon-Gel drin. Und wer daran schuld ist, dass die reißanfälligen Teile tausenden Frauen eingesetzt wurden. Viele Betroffene sagen: Der TÜV Rheinland soll zahlen. 💶

Warum der TÜV?

Weil der die Dinger von der französischen Firma PIP zertifiziert hat – und sie möglicherweise nicht gründlich genug kontrolliert hat. 🤓 2010 ist alles aufgeflogen und hat für einen riesigen Skandal gesorgt. Allein in Deutschland hatten geschätzt 6.000 Frauen die Implantate. Seitdem wird über Schadenersatz gestritten.

Acht Jahre schon?

Ja. Und es gibt auch schon andere Urteile dazu. Eins sagt: ❌ Der TÜV Rheinland kann nichts dafür. Weil die Leute da nur geprüft haben, wie die Brust-Implantate hergestellt wurden und nicht die fertigen Teile. Dagegen haben viele Betroffene Einspruch eingelegt - und über den entscheidet das Gericht heute. Aber endgültig geklärt ist die Sache damit immer noch nicht.

Warum?

Weil es noch ein Verfahren gibt. In dem hat ein anderes Gericht gesagt: 20.000 Klägerinnen bekommen Schadenersatz vom TÜV. 💶 Dagegen hat der TÜV Rheinland Beschwerde eingelegt. Das Urteil heute könnte auch die Entscheidung in dem zweiten Verfahren beeinflussen.