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Freisprüche nach Stadtarchiv-Einsturz

12.10.2018

Dieses Bild ⬆️ hat sich nicht nur bei vielen Kölnern eingebrannt. Vor neun Jahren ist das Historische Archiv 🏢 mitten in der Stadt eingestürzt. Zwei Menschen sind dabei gestorben. Wer daran schuld ist, war lange unklar. Jetzt gibt es die ersten Urteile - und ins Gefängnis muss keiner.

Warum nicht?

Nur einer von den vier Angeklagten wurde schuldig gesprochen. 👩‍⚖️ Ein Mitarbeiter der Kölner Verkehrsbetriebe - zu acht Monaten Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung. Er soll einen Fehler 🔴 beim Bau einer U-Bahn-Linie übersehen haben - dadurch war das Stadtarchiv eingestürzt.

Und die anderen?

... wurden freigesprochen. 🆓 Das Gericht sagt: Sie haben auch Fehler gemacht. Die hätten aber nicht zum Einsturz des Stadtarchiv geführt. Und die Richter sagen auch: KEINER der Angeklagten hat beim Bau der U-Bahn bewusst gepfuscht.

Fall abgeschlossen?

Nein. Es kommen noch weitere Urteile zum Kölner Stadtarchiv:
▶️Angeklagt ist noch ein Oberbauleiter. Dass er etwas mit dem Einsturz zu tun haben könnte, war erst während des Prozesses raus gekommen.
▶️Auch die Stadt Köln ist nicht zufrieden. Sie fordert rund 1,2 Milliarden Euro Schadenersatz 💰 von den Baufirmen. Sie musste nach dem Einsturz tausende Dokumente 📚 retten und restaurieren. Und ein neues Stadtarchiv bauen.