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Motiv für Amokfahrt in Münster ist unklar

08.04.2018

Die Polizei sucht nach der Amokfahrt gestern in Münster weiter nach dem Motiv des Täters. Der 48-Jährige ist Deutscher und war offenbar psychisch labil. Warum er seinen VW-Bus mitten in der Altstadt in ein Straßencafe gesteuert hat, ist unklar. Ein Bekennerschreiben oder ein Abschiedsbrief wurden nicht gefunden...

Also kein Anschlag?

NRW-Innenminister Reul geht zurzeit nicht davon aus. Er will aber auch nicht weiter spekulieren und bittet genauso wie die Polizei einfach mal abzuwarten, bis die Behörden ihre Arbeit erledigt haben. Spekulationen bringen nichts.

Was weiß man noch?

Fest steht inzwischen die Indentität der zwei Toten: Es sind eine 51-jährige Frau aus Lüneburg in Niedersachsen und ein 65-Jähriger aus dem Kreis Borken. Außerdem wurden mehr als 20 Menschen verletzt - einige schweben in Lebensgefahr.
Der 48-jährige Täter hat sich noch in seinem VW-Bus mit einer Pistole erschossen.

Und die Reaktionen?

In Münster lief laut Polizei alles vorbildlich. Die Leute haben die Altstadt schnell verlassen, es gab keine Schaulustigen - stattdessen sind viele zum Blutspenden gegangen, um etwas für die Schwerverletzten zu tun.
Heute Abend soll es einen Trauergottesdienst geben...

Und die Politik?

Auf der ganzen Welt hat die Amokfahrt Entsetzen ausgelöst. US-Präsident Trump sprach von einer feigen Attacke gegen Unschuldige. Russlands Präsident Putin schickte ein Beileidstelegramm. Natürlich gab es auch Reaktionen aus Deutschland: Bundespräsident Steinmeier sagt, seine Gedanken seien bei den Opfern und Angehörigen. Bundeskanzlerin Merkel versprach alles zu tun, um die Tat aufzuklären und den Opfern zu helfen.