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Aktivisten bekleben Straßennamen neu

10.07.2018

Hast du dich heute gewundert, warum ne Straße anders hieß als sonst? 🤔 In Aachen, Bielefeld, Düsseldorf und vielen anderen Städten in Deutschland haben linksextreme Aktivisten mit einer Aktion an die Opfer der NSU-Mordserie erinnert. Sie haben Straßenschilder mit Namen der Opfer beklebt - zum Beispiel in Köln mit dem von Theodoros Boulgarides. ⬆️

Warum das?

Die Aktivisten sagen, dass sie damit den Opfern der NSU-Mordserie Respekt erweisen und klar machen, welches Ausmaß rassistische Gewalt hat. 🔫 Außerdem werfen sie den Behörden vor, die Aufklärung verhindert zu haben, weil viele Fragen zur Terror-Gruppe NSU immer noch offen sind. Zum Beispiel, ob es Mittäter gab.

Ist Bekleben ok?

Ne, natürlich nicht. In einigen Städten ermittelt die Polizei 🚔 wegen Sachbeschädigung. Einige der Aufkleber sind nämlich nicht komplett abgegangen. Die Aktivisten nehmen das aber wohl in Kauf - weil es ihnen vor dem Tag morgen vor allem um die Aufmerksamkeit geht. 🔊

Was steht da an?

Morgen fällt das Urteil im NSU-Prozess, dem größten Prozess um rechten Terror in der Bundesrepublik. 👩‍⚖️👨‍⚖️ Angeklagt sind neben der NSU-Hauptverdächtigen Zschäpe ⬆️ noch vier mutmaßliche Helfer.