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Große Textilfirmen planen fairere Produktion

13.08.2018

Na, auch gerade erst wieder Klamotten shoppen gewesen? 👖👗 Wie die meisten kommen die wahrscheinlich aus Asien, wo es für die Firmen günstig ist zu produzieren - oft auf Kosten der ArbeiterInnen und der Umwelt. Jetzt sollen die Bedingungen fairer werden.

Und wie?

Mit 1.300 Maßnahmen, die ein wichtiges Textilbündnis umsetzen will. Zu dem gehören Modegiganten wie H&M, Kik und Primark. Sie hatten sich schon 2014 zusammengetan - jetzt mussten sie zum ersten Mal Pläne vorlegen, wie sie konkret für mehr Nachhaltigkeit und Fairness in der Textil-Lieferkette sorgen wollen. 👍

Was sind die Pläne?

➡️ Keine Kinderarbeit mehr
➡️ Bessere Löhne für die ArbeiterInnen
➡️ Weniger gesundheitsschädliche Chemikalien
➡️ Nachhaltigerer Wasserverbrauch bei der Produktion

Allerdings haben die Bündnismitglieder ziemlich unterschiedliche Ziele: Der Otto-Konzern zum Beispiel will den Anteil nachhaltiger Baumwolle in einigen seiner Produkte auf 85 Prozent steigern, die Billigkette Kik auf 0,45 Prozent.

Klingt nach Kritik!

Das stimmt, die gibt es. Vor allem daran, dass die Pläne des Textilbündnisses letztlich freiwillig sind. Allerdings müssen die Konzerne nächstes Jahr öffentlich berichten, was sie erreicht haben. Verbraucherschützern geht das nicht weit genug. Sie fordern Gesetze, damit die Textilproduktion fairer wird. 📃