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Gericht erlaubt Kündigung per Videobeweis

23.08.2018

Erwischt! ⬆️ Diese Ladendiebin hat sich schön vor die Kamera gestellt. So ähnlich lief es auch in einem Tabakladen in Iserlohn im Sauerland. Da hat die Überwachungskamera allerdings keine Kundin, sondern eine Mitarbeiterin erwischt.

Was hat sie gemacht?

Sie hat Ware unter der Hand verkauft und sich die Kohle 💰 eingesteckt. Ihrem Chef fiel auf, dass was nicht stimmt, und er hat sich Aufnahmen der Überwachungskamera angeschaut. Dadurch kam er der Mitarbeiterin auf die Schliche. Zack - Kündigung!

Kann man verstehen.

Der Fall kam trotzdem vor Gericht. ⚖️ Da ging es um die Frage, wie schnell die Videoaufnahmen gecheckt werden müssen. Der Ladenbesitzer hatte das nämlich erst ein halbes Jahr später gemacht und die Frau erst dann rausgeschmissen. Dadurch kam raus, dass die Videoaufnahmen 📼 so lange gespeichert blieben.

Nicht okay?

Doch - sagt das höchste deutsche Arbeitsgericht. Die Richter sehen kein Problem mit Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht. Aber es gibt eine Bedingung: In solchen Fällen dürfen Überwachungskameras 🎥 nicht versteckt sein.