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Verfassungsschutz-Chef stellt Vorfälle in Chemnitz infrage

07.09.2018

Heute gab's wieder ordentlich Diskussionen über die Vorfälle in Chemnitz. 🤯 Verfassungsschutz-Präsident Maaßen hat in der Bild-Zeitung bezweifelt, dass es in Chemnitz wirklich Hetzjagden von Rechten auf Ausländer gegeben hat. Ein Video, das so eine Hetzjagd zeigt, hält er für möglicherweise gefälscht.

Welches Video?

Das sagt Maaßen nicht genau. Es geht aber wohl um das hier. ⬆️ Mehrere Männer rennen da einem anderen hinterher, man hört Schreie wie "Kanacke" oder "Haut ab". Maaßen sagt, das Video sei möglicherweise gefälscht worden, um von dem Messerangriff auf den getöteten Chemnitzer abzulenken.

Okay...heftig!

Ja, seine Aussage sorgt ganz schön für Wirbel. Das hat mehrere Gründe. Erstens regen sich viele darüber auf, dass er sowas in einem Zeitungsinterview raushaut - ohne vorher die Bundesregierung zu informieren. 🤷 Zweitens hat Maaßen seine Fake-Video-Vorwürfe nicht begründet, sondern einfach so in den Raum gestellt.

Und drittens?

Drittens werfen ihm mehrere Politiker jetzt vor, die Vorfälle in Chemnitz zu verharmlosen. Sie sagen, es gebe keinen Zweifel daran, dass Rechte den Hitlergruß gezeigt und rassistische Parolen gebrüllt haben - die Berichte über Chemnitz als übertrieben zu bezeichnen, spiele den Rechten in die Karten.

Und jetzt?

Jetzt fordern mehrere Politiker seinen Rücktritt - sie finden, Maaßen habe sich zum Sprachrohr von AfD und Rechten gemacht. Maaßens Chef, Bundesinnenminister Seehofer, nimmt ihn aber in Schutz: Seehofer sagt, Maaßen habe sein volles Vertrauen.