1LIVE Informant

Polizei räumt wieder im Hambacher Forst

24.09.2018

⬆️ Das ging heute wieder ab im Hambacher Forst. Die Polizei hat Aktivisten abgeseilt, um Baumhäuser platt zu machen. Die Räumung war vor einigen Tagen unterbrochen worden, wegen eines tödlichen Unfalls. Jetzt ging es aber doch weiter.

Warum?

Naja, die Zeit drängt - aus Sicht von RWE. Der Konzern will ab Mitte Oktober weiter Bäume abholzen, um seinen Braunkohle-Tagebau zu erweitern. Gerichtlich ist das längst erlaubt worden. Das NRW-Innenministerium hat heute nochmal an die Aktivisten appelliert: Geht freiwillig! Tun die aber nicht.

Sondern?

Die protestieren weiter - auch außerhalb des Waldes. Heute haben sich einige an Gleise einer Kohlebahn im Tagebau Hambach gekettet und den Kohle-Nachschub in zwei nahegelegene Kraftwerke 🏭 verhindert. RWE sieht das aber locker und sagt: Wir haben einen Vorratsbunker. Widerstand kommt übrigens nicht nur von den Aktivisten, sondern auch von Greenpeace.

Wie denn?

Greenpeace hat ein neues Gutachten vorgelegt. Darin steht: Man müsste den Hambacher Forst kurzfristig gar nicht roden, um Kraftwerke weiter am Netz zu halten. Das würde so oder so noch bis Herbst nächstes Jahr funktionieren. RWE weist die Einschätzung als falsch zurück.