1LIVE Informant

Kein Geld von KiK für Brandopfer

10.01.2019

Die Billigklamottenkette KiK muss kein Geld an Brandopfer zahlen. Es geht um ein Feuer in einer Fabrik in Pakistan vor sechs Jahren. Dabei sind fast 260 Menschen gestorben. ⬆️ Am Landgericht Dortmund gab es heute eine Verhandlung dazu - gegen KiK, weil das einer der größten Auftraggeber der Fabrik war. Ergebnis: Klage abgewiesen.

Begründung?

Die Betroffenen haben zu spät geklagt. ❌ Nach pakistanischem Recht war die Sache schon verjährt als die Angehörigen und ein Überlebender die Klage eingereicht haben. Und daran haben sich auch die Richter in NRW gehalten.

Reaktionen?

Die Vertreter der Opfer waren enttäuscht. Sie wollten jeweils 30.000 Euro Schmerzensgeld - und, dass KiK die Verantwortung für das Unglück übernimmt. Sie haben aber auch gesagt: Es ist gut, dass durch den Fall über Missstände in der Textilindustrie geredet wird. 🙌 Außerdem habe KiK durch den Druck freiwillig Entschädigungen gezahlt.

Was sagt die Firma?

Die ist auch nicht zufrieden. KiK hatte gehofft, dass ein Grundsatzurteil kommt. 🆕 Und zwar dazu, welche Verantwortung deutsche Firmen haben, wenn sie in anderen Ländern produzieren lassen.