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Angriff in Halle hatte offenbar rechtsextremen Hintergrund

09.10.2019

In Halle in Sachen-Anhalt gehen die Ermittler nach dem Angriff gestern von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Ein Mann hatte die Synagoge angegriffen, zwei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt. Bundesinnenminister Seehofer geht von einer judenfeindlichen Tat aus.

Neue Infos?

Der Mann soll ein 27-jähriger Deutscher aus Sachsen-Anhalt sein. Er ist der Polizei bisher nicht als rechtsextrem aufgefallen. Bei seinem Angriff hatte er eine Helmkamera auf, mit der er die Tat offenbar gefilmt und ins Netz gestreamt hat.

Was ist zu sehen?

Das Video zeigt wohl, wie die beiden Menschen erschossen werden und wie der Täter versucht, in die Synagoge in Halle zu kommen. Dazu hat er offenbar auf die Tür gefeuert und auch selbstgebastelte Sprengsätze geworfen. Der Mann hat auch in eine Dönerbude gefeuert. Er floh und wurde später außerhalb von Halle gefasst. Hinweise auf weitere Täter gibt es bis jetzt offenbar nicht.

Konsequenzen?

Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. Das macht er, wenn es um Anschläge und die innere Sicherheit in Deutschland geht. Viele Politiker haben entsetzt auf den Angriff reagiert: Innenminister Seehofer sprach von einem abscheulichen Angriff auf das friedliche Zusammenleben. Außenminister Maas sagte, der Angriff an einem jüdischen Feiertag treffe uns alle ins Herz.