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Friedensnobelpreis geht nach Äthiopien

11.10.2019

Beim Regierungschef von Äthiopien in Ost-Afrika ist die Freude heute groß. Abiy Ahmed ⬆️ bekommt den Friedensnobelpreis - den wohl wichtigsten politischen Preis überhaupt. Die Umweltaktivistin Greta Thunberg war zwar hoch gehandelt worden, ging aber leer aus.

Warum Abiy Ahmed?

Der Politiker ist im Vergleich zu anderen Regierungs- und Staatschefs in Afrika außergewöhnlich. Er ist erst 43 Jahre alt und vor anderthalb Jahren ins Amt gekommen. Seine ersten Maßnahmen waren: Politische Gefangene freilassen, verbotene Parteien erlauben und ein Friedensabkommen mit dem Nachbarland Eritrea schließen.

Was war da?

Zwischen den beiden Ländern in Ost-Afrika gab es Jahrzehnte lang Bürgerkrieg. Auch der Verlauf der Grenze war umstritten. Zwar gab es einen Friedensvorschlag aus dem Jahr 2002. Der wurde aber nicht umgesetzt. Abiy Ahmed war kaum im Amt und setzte den Friedensplan um. Dafür wird Ahmed in Äthiopien aber auch angefeindet. Einen Anschlag hat er schon überlebt.