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Anschlag in Halle mit 3D-Waffen?

11.10.2019

3D-Drucker sind inzwischen in vielen Bereichen im Einsatz. Dass man mit ihnen auch Waffen herstellen kann, ist schon länger bekannt. Jetzt scheinen solchen Waffen auch bei dem judenfeindlichen Anschlag in Halle benutzt worden zu sein. Das vermuten jedenfalls die Ermittler. Sie haben in der Wohnung des 27-jährigen Verdächtigen einen 3D-Drucker gefunden. Außerdem waren seine Waffen offensichtlich selbst gebastelt. Der Verdächtige wurde zum Bundesgerichtshof gebracht und hat ein Geständnis abgelegt...

Was sagt er?

Der 27-jährige hat zugegeben, aus Judenhass gehandelt zu haben. Er wollte ein Massaker in der Synagoge in Halle anrichten. Die Tür zum Gotteshaus war aber verriegelt. Mit seinen selbstgebauten Waffen kam er nicht hinein. Deswegen hat er draußen zwei Menschen erschossen. Das hat er auch zugegeben. Der 27-jährige sitzt in U-Haft und wird noch weiter verhört.