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Digitalgeld: Dämpfer für Facebook

12.10.2019

Libra - mit seiner eigenen Digitalwährung will Facebook ins weltweite Bezahlsystem eingreifen. Der Plan des Konzerns: Dass Geldüberweisen mit Libra schneller und günstiger wird und dass man mit der Digitalwährung irgendwann bezahlen kann - online und im Laden. Dieser Plan hat jetzt einen großen Dämpfer bekommen...

Nämlich?

Immer mehr Unterstützer ziehen sich zurück: Vor einer Woche war schon Paypal abgesprungen. Jetzt haben auch Ebay, Mastercard und Visa gesagt, dass sie die geplante Digitalwährung nicht unterstützen. Ohne sie könnte es für Facebook schwierig werden, die Libra nächstes Jahr auf den Markt zu bringen.

Was sagt Facebook?

Facebook will trotzdem an dem Projekt festhalten. Firmenchef Zuckerberg muss in ein paar Tagen zu einer Anhörung mit US-Politikern. Die wollen ihn zum Einfluss der geplanten Digitalwährung auf den Finanzmarkt befragen. Dazu gibt es nämlich vor allem von Banken und anderen Regierungen Kritik: Sie fürchten, dass Facebook mit seinen mehr als zwei Milliarden Nutzern zu viel Macht im Währungssystem bekommt.