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Innenminister löst Debatte um Gamerszene aus

13.10.2019

Bundesinnenminister Seehofer hat eine Diskussion über die Gamerszene ausgelöst. Hintergrund ist der rechtsextremistische Anschlag in Halle. Der mutmaßliche Täter hatte den gefilmt und auf einer Plattform für Gamer gestreamt. Außerdem hatte er einen Ablaufplan veröffentlicht, der wie ein Skript eines Computerspiels wirkt.

Was sagt Seehofer?

Dass er die Gamerszene stärker beobachten will, weil man genau hingucken müsse, ob es um ein Computerspiel oder eine verdeckte Anschlagsplanung geht. 🔎 Sicherheitsbehörden sagen, dass Extremisten Gaming-Plattformen nutzen, weil die Kommunikation da selten überwacht wird. Bei Twitter und Co. gibt es Kritik an Seehofers Aussage.

Und zwar?

Einige finden, dass Seehofer Gamern prinzipiell unterstellt, Täter zu sein oder zu werden - und nicht zwischen Spiel und Realität unterscheiden zu können. Und dass er damit vom eigentlichen Problem - dem Rechtsextremismus - ablenkt. Der FDP-Politiker Kuhle twittert, dass digitaler Rechtsextremismus kein Problem der Gamerszene an sich sei, sondern der Plattformen. Weil man da oft relativ unbeobachtet kommunizieren kann.