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Gewalt im Fußball ein Problem

23.10.2019

Gewalt im Fußball ist weiter ein Problem - vor allem in den unteren Ligen. Ein Duisburger Kreisliga-Verein muss jetzt bis zu 4.000 Euro Strafe zahlen wegen einer Massenschlägerei vor einem Monat. Ein Sportgericht hat festgestellt, dass die Gewalt vor allem von der Duisburger Heimmannschaft FC Hagenshof und ihren Zuschauern ausging. Ein gegnerischer Spieler wurde dabei schwer verletzt. Der DFB versucht die Fälle runterzuspielen.

Wie das?

Auf der Homepage heißt es, dass 99,5% der Spiele störungsfrei laufen. Heißt aber auch, dass es bei 0,5% nicht der Fall ist. Darunter sind dann zwar z.B. auch Spiele, bei denen das Wetter Probleme gemacht hat. Aber bei 0,05% spricht der DFB von Gewalt. Das klingt wenig, aber bei 1,8 Millionen Spielen im Jahr in Deutschland sind das immerhin 900 Spiele. Laut Kriminalexperten sind vor allem Schiedsrichter in den unteren Ligen gefährdet.

Wieso das?

Weil sie alleine auf dem Platz sind und bei umstrittenen Entscheidungen oder Fehlern schnell angegriffen werden - und das nicht nur verbal. Sobald Linienrichter dazukommen, meist ab Landes- oder Verbandsliga, nehmen Fehlentscheidungen ab und auch die Gewalt.