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Kampf gegen kriminelle Clans soll verstärkt werden

24.10.2019

So wie hier in einer Shisha-Bar in Bochum Anfang des Jahres gab es in letzter Zeit immer wieder Durchsuchungen - und sie richten sich vor allem gegen kriminelle Familienclans. Die sind oft in Drogenhandel, Geldwäsche oder organisierte Einbrüche verstrickt. Und das ist nicht nur in NRW ein Problem, sondern europaweit. Darüber haben heute Ermittler und Politiker in Berlin beraten.

Worum ging's genau?

Darum, wie man die Clan-Kriminalität in den Griff bekommen kann. Die Ermittler aus ganz Europa wollen sich jetzt zusammentun, denn die Banden sind oft über Grenzen hinweg aktiv. Berlins Innensenator hat außerdem vorgeschlagen, aktiv auf die Familien zuzugehen und Aussteigerprogramme anzubieten. Justiz-Experten sagen, dass Personal fehlt - sowohl an Gerichten als auch für die Überwachung von Kriminellen.

Lösungen?

Die Behörden wollen enger zusammenarbeiten. Köln hat sich dafür zum Beispiel mit den Niederlanden und Belgien zusammengetan. Sie wollen Informationen über kriminelle Clans austauschen. So soll verhindert werden, dass zum Beispiel ein Clan, der in den Niederlanden kein Café oder Clubhaus eröffnen durfte, einfach über die Grenze nach Deutschland wechselt, wo die Hintergründe nicht bekannt sind.