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Italien führt Klimawandel als Schulfach ein

06.11.2019

Italien könnte das erste Land der Welt werden, in dem es "Klimawandel" als eigenes Schulfach gibt. Bildungsminister Lorenzo Fioramonti ⬆️ hat gesagt, dass er das schon im kommenden Jahr einführen will.

Was lernt man da?

Eine Stunde pro Woche soll es im Schnitt um Klimafragen gehen - von der ersten bis zur 13. Klasse. Grundlage des Lehrplans sollen die Nachhaltigkeitsziele der UNO werden, also zum Beispiel wie die Ozeane wieder sauberer werden und wie man nachhaltiger lebt. Und auch in anderen Fächern soll sich etwas ändern.

Was denn?

Auch bei Erdkunde, Mathe oder Physik soll Nachhaltigkeit ein Schwerpunkt werden. Das Bildungssystem in Italien soll das erste der Welt werden, in dem Umwelt und Gesellschaft im Zentrum von allem stehen, was in der Schule gelernt wird. So will es Minister Fioramonti. Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass er sich für das Klima einsetzt.

Womit noch?

Im September hat er die Schülerinnen und Schüler ermuntert, bei Klimaprotesten mitzumachen. Deswegen nicht zum Unterricht zu gehen, ist ok, hat er damals auf Facebook geschrieben. Dafür musste er auch Kritik einstecken.