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Große Koalition einigt sich auf Grundrente

10.11.2019

Über ein Thema hat die große Koalition in Berlin in den letzten Monaten besonders heftig gestritten: die Grundrente. Jetzt gibt es eine Einigung. Und das hat zur Folge, dass CDU, CSU und SPD wohl erstmal weitermachen und die Koalition nicht vorzeitig platzt. Damit wurde zuletzt nämlich immer wieder gedroht.

Die Details?

Die Politiker haben sich darauf geeinigt, dass nur das Einkommen überprüft werden soll. Davon hängt ab, ob jemand ab dem Jahr 2021 Anspruch auf die Grundrente hat. Mit der Unterstützung soll es Geld für Menschen geben, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, aber danach trotzdem nicht davon leben können. Die umstrittene Bedürftigkeitsprüfung soll es dagegen nicht geben. Dafür hatten sich vor allem Politiker der Union eingesetzt. Sie hatten Sorge, dass Menschen Geld bekommen, die zum Beispiel Immobilien besitzen.

Was kostet das?

CSU-Chef Söder geht von eins bis 1,5 Milliarden Euro aus. Gleichzeitig haben sich die Spitzen der Koalition ⬆️ auch noch darauf geeinigt, dass wir bald weniger für die Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Der Beitrag soll auf 2,4 Prozent sinken. Der Kompromiss muss jetzt noch in den Parteien beraten und soll dann vom Bundestag beschlossen werden.