1LIVE Informant

Kälte soll Leben retten

22.11.2019

Bei Notfällen zählt bekanntlich jede Sekunde. Wenn das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird, drohen massive Schäden - bis hin zum Tod. Bis jetzt gelten bei Medizinern zehn Minuten ohne Herzschlag als Grenze. Doch zurzeit forschen Wissenschaftler in den USA an einer Methode, die die Überlebenschancen verbessern soll. Das Ganze klingt nach Science Fiction...

Und zwar?

Die Idee: Schwerstverletzte werden auf 10 bis 15 Grad runtergekühlt, unter anderem wird ihnen dazu eine Kochsalzlösung gespritzt. Das Gehirn hört dann fast vollständig auf zu arbeiten und wird nicht so schnell geschädigt. Der Leiter der Studie sagte dem Magazin "New Scientist", dass die Methode schon an Schwerverletzten in den USA ausprobiert wird, die kaum noch Überlebenschancen haben.

Funktioniert?

Genaue Zahlen und Ergebnisse wollte der Leiter der US-Studie noch nicht sagen. Die sollen erst in einem Jahr veröffentlicht werden. Experten in Deutschland sagen aber, dass die Methode an sich funktionieren kann. Ärzte hätten bei Verletzten dadurch die Zeit, erst die Wunden zu versorgen und sich dann um das Herz-Kreislauf-System zu kümmern.