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Nach Protesten: Werbeverbot für Abtreibungen wird geändert

06.02.2019

Sie alle ⬆️ haben mit ihrem Protest was bewegt: Die Bundesregierung hat den umstrittenen Paragraphen 219a neu geregelt. Der hat bisher festgelegt, dass Ärzte und Kliniken nicht für Abtreibungen werben dürfen.

Und jetzt?

Jetzt gibt es einen Kompromiss: Der sieht vor, dass Ärzte und Kliniken auf ihren Webseiten schreiben dürfen, dass sie Abtreibungen machen. Mehr aber nicht - für genauere Informationen müssen auf Beratungsstellen, Behörden und Ärztekammern verlinken.

Alle zufrieden?

Nee, nicht wirklich.
➡️ Viele Frauen sagen: Der Kompromiss ist faul. Schwangere können sich immer noch nicht da informieren, wo sie wollen.
➡️ Viele Ärzte sagen: Auch ihnen ist nicht geholfen, weil sie die Fragen der Schwangeren rechtlich gesehen immer noch nicht beantworten dürfen.

Und die Politik?

Die Bundesregierung verteidigt ihre Änderungen natürlich und spricht von einem guten Schritt. Aber richtig glücklich ist wohl keine Partei:
➡️ SPD, Grüne, FPD und Linke wollten 219a eigentlich ganz abschaffen
➡️ CDU und CSU wollten gar nichts ändern