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Nach Katastrophe: Loveparade-Prozess endet teils ohne Urteil

06.02.2019

Sein Blick spricht Bände: Klaus-Peter Mogendorf ist enttäuscht und sauer. Am 24. Juli 2010 hat er seinen Sohn verloren - bei der Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Damals sind bei einer Massenpanik 21 Menschen gestorben, 650 wurden verletzt. Jetzt muss Mogendorf hinnehmen, dass im Prozess dazu sieben von zehn Angeklagten ohne Strafen nach Hause gehen.

Freispruch?

Nein, das Verfahren gegen sie wurde eingestellt. Damit gibt es kein Urteil und die Männer sind weder freigesprochen noch schuldig. 👨‍⚖️👩‍⚖️ Vorgeschlagen hatte das das Landgericht Duisburg. Begründung: Nächstes Jahr wären mögliche Taten verjährt und die Richter glauben nicht, dass sie einem der Männer bis dahin etwas beweisen könnten.

Und die anderen?

Gegen sie läuft das Verfahren weiter. Sie sind Mitarbeiter des Veranstalters der Loveparade in Duisburg und haben es abgelehnt, dass ihr Verfahren eingstellt wird. Ein Grund: Ein Freispruch wäre nach einer Einstellung des Verfahrens nicht mehr möglich.