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Werbeverbot für Abtreibungen wird gelockert

21.02.2019

Um dieses Thema gab es schon viel Streit: das Werbeverbot für Abtreibungen. Es steht im Strafgesetzbuch im Paragraphen 219a. Viele haben Druck gemacht, dieses Gesetz zu lockern. Gestern hat der Bundestag dann auch einem Kompromiss der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD zugestimmt. 🤝

Wie sieht der aus?

➡️ Bisher dürfen Ärzte nicht mal im Netz angeben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Kritiker finden, dass Schwangere, die kein Kind wollen, dadurch hilflos sind und sich nicht richtig informieren können.

➡️ Mit dem neuen Gesetz dürfen Ärzte und Kliniken zumindest darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Das geht Grünen, Linken und der FDP aber nicht weit genug.

Warum?

Sie hätten Paragraph 219a gerne ganz abgeschafft. Denn auch mit dem neuen Gesetz dürfen Ärzte im Netz nicht wirklich über den Eingriff aufklären. 👩‍⚕️ Dafür müssen sie zum Beispiel an Beratungsstellen verweisen. Kritiker finden, dass Ärzte unnötig kriminalisiert und Frauen in Not alleine gelassen werden.