1LIVE Informant

Auktion für schnelles Internet geht los

18.03.2019

Abhörsichere Räume, Handy-Störsender vor dem Gebäude, strenge Einlasskontrollen - hört sich ein bisschen an wie der Hochsicherheitstrakt in einem Gefängnis. So sieht's heute bei der Bundesnetzagentur in Mainz aus. Da werden die Frequenzen für das superschnelle mobile Internet 5G versteigert.

Wieso der Aufwand?

An der Versteigerung hängt ne Menge Kohle. Insgesamt nehmen vier Netzbetreiber teil. Die sollen sich auf keinen Fall absprechen können, sondern unabhängig voneinander bieten. Deshalb werden den Vertretern vor der Auktion die Handys abgenommen und sie bieten aus schalldichten Einzelkabinen.

Worauf genau?

Es geht um Frequenzen, die die Netzbetreiber für das schnelle mobile Internet 5G brauchen. Das ist ungefähr 100-mal so schnell wie LTE. Bis das kommt wird es wohl noch dauern. Trotzdem hat die Versteigerung auch in den nächsten Jahren schon Auswirkungen für dich.

Welche denn?

Es gibt Bedingungen. Zum Beispiel die, dass 98% der Haushalte in jedem Bundesland, sowie wichtige Schienen- und Straßenverbindungen mit schnellem mobilem Internet ausgestattet werden müssen. Dagegen hatten die Netzbetreiber zwar geklagt, letzten Freitag hat ein Gericht aber gesagt, dass die Bedingungen okay sind.
Der Kollege ⬆️ gehört dann vielleicht bald der Vergangenheit an...