1LIVE Informant

Columbine Highschool erinnert an Amoklauf

19.04.2019

Schießerei + Schule + USA - das ist leider keine Seltenheit mehr. Heute wird im US-Staat Colorado an ein Massaker vor 20 Jahren erinnert, das viele Experten als Wendepunkt in der Geschichte sehen: Den Amoklauf an der Columbine Highschool.

Was war da noch mal?

Zwei Jugendliche haben in der Schule zwölf Schüler und einen Lehrer erschossen - und dann sich selbst. 24 Menschen wurden verletzt. Opfer und Angehörige leiden bis heute unter den Folgen: Eine Mutter hält zum Beispiel bis heute im Kino einen Platz für ihre getötete Tochter frei. 💔

Wie traurig. 😔

Ja. Leider war das Columbine-Massaker aber noch in anderer Hinsicht schlimm: Die Amokläufer haben nämlich eine ganze Reihe an Nachahmern inspiriert. Bis heute haben die alten Videos der Schulkameras viele Klicks - und immer rund um den 20. April gibt's besonders viele Drohungen und Schießereien. Auch dieses Jahr.

Ja?

Diese Woche wurden viele Schulen in der Region abgeriegelt, weil eine bewaffnete 18-Jährige vor dem FBI auf der Flucht war - sie soll besessen von Columbine gewesen sein und mit einer ähnlichen Tat gedroht haben. Mittwoch wurde sie dann tot gefunden. Aber nicht nur in den USA gibt es Nachahmer, auch bei uns.

Wo?

2006 in Emsdetten im Münsterland. Da hat ein 18-Jähriger in seiner ehemaligen Schule 37 Menschen verletzt, mit Rauchbomben und Schüssen. In seinem Tagebuch hat er die Columbine-Täter angehimmelt und auf seinem MP3-Player hatte er Töne aus einer Notrufzentrale mit Hilferufen der Opfer gespeichert. 🤐

Puh!

Ja. Das einzig "Gute" am Columbine-Massaker war, dass seitdem viele Schulen Notfallpläne haben und die Behörden sich besser untereinander abstimmen. In den USA wurde außerdem viel über strengere Waffengesetze diskutiert - geändert hat sich da aber bis heute nichts.