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NRW-Regierung will sich besser um Missbrauchsopfer kümmern

20.04.2019

Der Missbrauchsfall von Lügde macht immer noch viele fassungslos. Ein Mann und mehrere Komplizen sollen dort über Jahre Kinder auf einem Campingplatz sexuell missbraucht haben. Unter anderem dieser Fall hat dazu geführt, dass die NRW-Regierung gerade nachdenkt, wie sie sich mehr um Opfer solcher Fälle kümmern kann.

Und wie?

Familien- und Jugendminister Stamp sagt, dass gerade geprüft wird, einen Beauftragten gegen Kindesmissbrauch einzusetzen oder eine Kommission zu bilden. Sowas gibt es schon auf Bundesebene. Da hat der Beauftragte gegen Kindesmissbrauch unter anderem die Aufgabe, sich um Opfer zu kümmern und für einen effektiveren Schutz von Kindern zu sorgen.

Wie läuft's in NRW?

Bisher gibt es in NRW eine generelle Opferschutzbeauftragte. Sie kümmert sich seit knapp anderthalb Jahren um Opfer von Kriminalität und Gewalttaten allgemein - also auch um Missbrauchsopfer. Im Fall Lügde hat sie aber auch Kritik bekommen, dass sie und die Behörden die Opfer im Stich gelassen hätten.