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Kritik am Bahn-Lärm in NRW

22.04.2019

Lärm nervt und kann krank machen. Die Bahn will den Lärm ihrer Züge bis 2020 halbieren - im Vergleich zu 2008. Jetzt hat sie eine Zwischenbilanz für NRW vorgelegt - und bekommt Kritik.

Was sagt die Bahn?

➡️ Dass sie in NRW letztes Jahr 16 Millionen Euro investiert hat.
➡️ Dass sie 550 Wohnungen an Bahnstrecken gegen Lärm gedämmt hat.
➡️ Dass sie 2018 mehr als neun Kilometer Schallschutzwände neu gebaut hat.

Die Kritik?

Kommt in diesem Fall vom Bürgerbündnis "BIN gegen Bahnlärm" bei Bonn. Von dem heißt es unter anderem:
➡️ Dass die neun Kilometer neue Schallschutzwand zu wenige sind. 2017 hatte die Bahn nach eigenen Angaben in NRW doppelt so viele gebaut.
➡️ Dass für die Bahn Lärmschutz nur an neuen oder sanierten Strecken eine Rolle spiele und Anwohner an alten Strecken alleine gelassen werden.

Und jetzt?

Bleibt es erst mal beim Versprechen vom halbierten Lärm bis 2020. Um leiser zu werden testet die Bahn verschiedene Techniken: Stoßdämpfer für Gleise oder besonders kleine Schallschutzwände für Wohngegenden zum Beispiel. Außerdem will sie die besonders lauten Güterwaggons weiter umrüsten - dazu ist die Bahn per Gesetz allerdings auch verpflichtet.