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Gerichtsprozess über Angriffe von Amberg

22.04.2019

Vor einem Gericht in Bayern geht es ab heute um einen Vorfall, der letzten Winter für viele Diskussionen gesorgt hat - über Flüchtlinge, Abschiebungen und über unbegründete Panikmache vor Ausländern. Es geht um die "Prügel-Attacke" von Amberg.

Was ist passiert?

Vier junge Männer sind angeklagt. Sie sollen Ende Dezember in Amberg 21 Menschen angegriffen und 15 verletzt haben. Der politische Aufreger: Die vier damals 17- bis 19-Jährigen sind Flüchtlinge. Eine Steilvorlage für alle, die mehr Abschiebungen fordern. Andere sagen: Die Aktion hat nichts mit der Nationalität zu tun. Diese Ansicht vertreten auch die Ermittler.

Was sagen sie?

In ihrem Abschlussbericht steht, dass bei den Angeklagten viel zusammen kam: Alkohol, Drogen, Langeweile, Übermut. Nach Erfahrung der Ermittler eine gefährliche Kombination bei jungen Männern - egal ob deutsch oder ausländisch. Für ungewöhnlich halten sie aber offenbar die Dauer der Angriffe.