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Urteil zu Hormon-Regel im Sport

01.05.2019

Es ist eine schwierige Frage im Sport: Wie kann ein Wettkampf fair bleiben, wenn bestimmte Athletinnen oder Athleten von Natur aus körperliche Vorteile haben? 💪🏅 Das höchste internationale Sportgericht hat dazu heute ein Urteil gefällt.

Um wen geht's?

Vor allem um Olympiasiegerin Caster Semenya. ⬆️ Rund um die Läuferin aus Südafrika gibt es seit Jahren eine Diskussion. Die Frage dabei: Ist die Frau nur deswegen so schnell, weil ihr Körper Merkmale eines Mannes haben könnte?

Welche zum Beispiel?

Einen hohen Testosteron-Wert. Das Hormon kann die sportliche Leistung steigern - etwa durch mehr Muskeln. 💪 In einer neuen Regel des Leichtathletik-Weltverbandes steht: Läuferinnen mit besonders viel Testosteron müssen ihren Wert künstlich senken. Das geht zum Beispiel mit anderen Hormonen. Semenya hatte Einspruch eingelegt, ist jetzt aber gescheitert.

Warum?

Das Gericht sagt: Die neue Regel ist zwar diskriminierend gegenüber intersexuell veranlagten Sportlerinnen, aber Fairness im Wettkampf ist wichtiger. Die neue Testosteron-Regel soll jetzt auf bestimmten Laufstrecken gelten - ab 400 Meter. Offen ist, ob sie auch für andere Disziplinen kommt - wie Kugelstoßen oder Hammerwerfen.