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Neuwahlen in Österreich wegen Skandalvideo

19.05.2019

Wenn du "Ibiza" googelst, dann findest du Bilder von Sandstränden, Partys...und seit Freitag auch von österreichischen Politikern. 😬 Ein heimlich auf Ibiza aufgenommenes Video hat in Österreich nämlich eine Regierungskrise ausgelöst. Jetzt steht fest: Es wird Neuwahlen geben.

Warum?

In Österreich haben seit 2017 zwei Parteien zusammen regiert: die konservative ÖVP und die rechtspopulistische FPÖ. Zwei der wichtigsten FPÖ-Politiker sind jetzt aber in den Videoskandal verwickelt: FPÖ-Chef und Vizekanzler Strache und FPÖ-Fraktionschef Gudenus. ⬆️ Beide haben wegen der ganzen Sache gestern ihre Ämter niedergelegt.

Was war nochmal?

Das Video wurde 2017 mit versteckter Kamera in einer Villa auf Ibiza aufgenommen. Die beiden sprechen da mit einer Frau, die vorgibt, Multimillionärin zu sein. In dem Gespräch bietet die Frau an, eine wichtige österreichische Zeitung zu übernehmen und die Berichterstattung zugunsten der FPÖ zu beeinflussen.

Gegenleistung?

Strache sagt im Video, falls die FPÖ in die Regierung käme, könnte man ja öffentliche Bauaufträge an die Firma der Frau vergeben. Und das wäre dann natürlich Bestechung. 😤

Reaktionen?

Österreichs Kanzler Kurz will nicht mehr mit der FPÖ zusammenarbeiten. Er fürchtet, dass der Skandal den Ruf von Österreich beschädigt. In Mailand haben sich gestern mehrere rechtspopulistische Parteien getroffen. AfD-Chef Meuthen zum Beispiel hat da gesagt, dass er weiter zur FPÖ steht und der Partei nicht in den Rücken fallen will.