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Filmemacher sagen aus Protest Dreharbeiten in Georgia ab

22.05.2019

Ob "The Walking Dead" oder "Stranger Things": Der US-Bundesstaat Georgia ist ein beliebter Drehort. Das könnte sich jetzt ändern, denn mehrere Filmemacherinnen haben Dreharbeiten von Georgia in andere Bundesstaaten verlegt - aus Protest.

Protest gegen was?

Gegen die neuen Abtreibungsgesetze in Georgia. Die gehören zu den härtesten in den gesamten USA. Frauen dürfen in Georgia nicht mehr abtreiben, sobald man beim Fötus einen Herzschlag feststellen kann - also ab der 6. Woche. Viele Frauen erfahren aber erst später, dass sie überhaupt schwanger sind. 🤰🤷

Schwierig...

Kommt drauf an, wen man fragt. Abtreibungsgegner in den USA wollen Schwangerschaftsabbrüche komplett verbieten lassen, auch bei Vergewaltigungen und Inzest. Ihr Argument: Menschliches Leben beginnt in der Sekunde der Zeugung und nicht erst mit der Geburt. Ihnen ist es wichtig, auch ungeborenes Leben zu schützen.

Okay...

Abtreibungsbefürworter sehen das anders. Sie finden, Frauen müssen das Recht haben, frei über ihren eigenen Körper zu entscheiden. Und sie sind entsetzt darüber, dass mehrere US-Staaten in den letzten Wochen extrem strenge Abtreibungsgesetze erlassen haben - neben Georgia zum Beispiel Alabama und Ohio.