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Dortmunder Lehrer wehrt sich gegen rechte Hetze

22.05.2019

Mehrere Schüler planen, einen Lehrer zu ermorden - dieser Fall aus Dortmund sorgt seit letzter Woche für Aufsehen. 😳 Jetzt hat sich der Lehrer, gegen den das Mordkomplott gerichtet war, mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit gewandt.

Was sagt er?

Er bedankt sich für die vielen lieben Nachrichten, die er bekommt, seit das Ganze öffentlich geworden ist. Und er sagt, dass er trotz allem weiter gerne Lehrer ist und keine Angst hat, zur Arbeit zu gehen. 💛 Aber: er ist auch sauer.

Auf wen?

Auf Rechte. Denn der mutmaßliche Haupttäter hat einen Migrationshintergrund. Der Lehrer kritisiert, dass das jetzt für rechte Hetze missbraucht wird. Er sagt, das Verhalten des Täters habe nichts mit seiner Herkunft oder Religion zu tun, sondern mit seinem Charakter:

"Der Haupttäter war wie ein kleiner Junge, der Fußballstar bei Real Madrid werden will, beim Ortsverein nur auf der Ersatzbank sitzt und dem Trainer dafür die Reifen zersticht".

Wie meint er das?

Der 16-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft unzufrieden mit seinen Noten gewesen sein. Deshalb soll er zwei andere Jungs angestiftet haben, sich mit Hämmern zu bewaffnen und den Lehrer in einen Hinterhalt zu locken. Das taten sie auch - der Lehrer wurde aber misstrauisch und deshalb nicht verletzt.