1LIVE Informant

Lügde-Opfer ärgern sich über Briefe

25.05.2019

Der Missbrauchsfall von Lügde sorgt seit Monaten für Schlagzeilen. Mehr als 40 Kinder sollen dort auf einem Campingplatz ⬆️ sexuell missbraucht worden sein. Jetzt haben sich mehrere Familien bei der Opferbeauftragten der Landesregierung beschwert.

Um was geht's?

Die Opferbeauftragte hatte 45 Familien von mutmaßlichen Missbrauchs-Opfern angeschrieben. Das Problem: Auf den Briefen war sie als Absender klar zu erkennen. Zwei der Familien war das wohl zu offensichtlich. Einer der Opfer-Anwälte sagte dem WDR, damit seien seine Mandanten geradezu gekennzeichnet worden.

Und jetzt?

Die Opferbeauftragte denkt darüber nach, in Zukunft neutrale Briefumschläge zu benutzen. Und zwar dann, wenn es um Opfer in kleinen Städten wie Lügde geht. In größeren Städten habe es bisher keine Beschwerden über ihre Briefe gegeben.