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Experten fordern Datenbank gegen Kindesmissbrauch

29.05.2019

In NRW haben Experten neue Pläne vorgestellt, um Kinder besser vor Missbrauch zu schützen. Die Kommission gab es zwar schon, bevor die Missbrauchsfälle auf dem Campingplatz in Lügde bekannt geworden sind. Der Fall hat aber dazu geführt, dass die Pläne jetzt veröffentlicht wurden.

Was steht drin?

Die Experten wollen mehr Schulungen, mehr Mitarbeiter für Jugendämter und mehr Zusammenarbeit der Behörden. Ein Problem wollen sie aber besonders anpacken: dass Kinder, die von der eigenen Familie missbraucht oder misshandelt werden, immer wieder zu anderen Kinderärzten geschleppt werden, um die Taten zu verschleiern.

Wie anpacken?

Eine Idee ist, dass sich Kinderärzte mehr austauschen dürfen, zum Beispiel mit einer anonymen Datenbank. Dazu müssten aber Regeln zu Schweigepflicht und Datenschutz geändert werden. Außerdem sollen betroffene Kinder nicht unendlich oft befragt werden - stattdessen sollen die Aussagen gefilmt werden.