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FIFA räumt Menschenrechtsverletzungen in Katar ein

04.06.2019

Der Weltfußballverband FIFA hat zum ersten Mal zugegeben, dass es bei den Vorbereitungen für die nächste Fußball-WM 2022 in Katar Menschenrechtsverstöße gegeben hat. Schon seit Jahren wird darüber berichtet, bisher hat die FIFA aber immer alles abgestritten.

Erzähl mal!

Für die Weltmeisterschaft musste in Katar einiges gebaut werden, zum Beispiel neun neue Fußballstadien. Dafür wurden zwei Millionen Gastarbeiter ins Land geholt. Das WDR-Magazin Sport Inside berichtet jetzt darüber, unter welchen Bedingungen die leben und arbeiten.

Und?

Laut Reportage werden die Menschen wie Sklaven behandelt. Manchen wurde der Pass abgenommen, damit sie das Land nicht verlassen können. Dazu werden sie schlecht oder gar nicht bezahlt, bekommen kaum etwas zu Essen und werden häufig misshandelt. Und was das Thema Arbeitssicherheit betrifft - insgesamt sind bei den Arbeiten in Katar bis jetzt wohl 1425 Arbeiter ums Leben gekommen. 😔

Was sagt die FIFA?

Die hat bisher immer behauptet, dass bei dem Bau der Stadien alle Arbeiter fair behandelt werden. Jetzt hat sie aber zugegeben, dass sie seit Dezember von Problemen auf den Baustellen weiß. Das WM-Komitee in Katar sagt allerdings, dass es keine Todesfälle gegeben habe und niemand misshandelt werde.