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Das Letzte: 1 Cent für dünne Plastiktüten

11.06.2019

Wer bei Aldi einkauft, muss demnächst für die dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse was bezahlen. ⬆️ Der Discounter hat als erste deutsche Kette angekündigt, dass er einen symbolischen Preis von einem Cent pro Tüte nehmen will - dafür sollen die dann aus nachwachsenden Rohstoffen sein. ♻️

Gute Sache, oder?

Umweltschützer finden die Idee grundsätzlich gut, was gegen die Flut an dünnen Plastiktüten zu tun. Im Fall von Aldi sprechen die Deutsche Umwelthilfe und der Naturschutzbund aber von Symbolpolitik. Die Umwelthilfe sagt, dass ein Cent viel zu wenig sei. Erst ab 22 Cent würden Supermarkt-Kunden auf die Tüten verzichten.

Geht's nur ums Geld?

Nee, der Naturschutzbund findet, dass Aldi und die anderen Supermärkte ganz woanders ansetzen sollten: Denn ein Großteil der Lebensmittel wird vorverpackt verkauft - zum Beispiel Weintrauben in Plastik- oder Kartoffeln in Pappschalen. Die Umweltschützer meinen, es wäre sinnvoller, mehr Lebensmittel lose anzubieten, damit Kunden ihre eigenen Taschen mitbringen. 🛍️

Stoffbeutel?

Ja, zum Beispiel. Wenn man die möglichst viel nutzt, sind die umweltfreundlicher als Plastiktüten und übrigens auch als Papiertüten. Die kommen in der Öko-Bilanz nicht so gut weg, zumindest wenn man sie nur einmal benutzt.