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Geständnisse im Fall Lügde abgelegt

27.06.2019

In Detmold ist heute der Prozess im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs auf dem Campingplatz in Lügde losgegangen. Alle drei Angeklagten haben die Taten gestanden.

Überraschung?

Nee, zumindest nicht völlig. Zwei von ihnen hatten vor dem Verfahren Geständnisse angekündigt. Oft kriegen Angeklagte in solchen Prozessen dann niedrigere Strafen. Die Geständnisse haben auch Folgen für die Kinder, die in hunderten Fällen missbraucht wurden.

Welche denn?

Sie müssen zwar trotzdem als Zeugen vor Gericht aussagen, aber wohl weniger detailliert. Der Richterin ist es wichtig, sich ein eigenes Bild von dem Missbrauch zu machen, aus Kindersicht. Der Fall Lügde hatte auch für Aufsehen gesorgt, weil Behörden jahrelang Fehler gemacht haben. Um die geht es in dem Prozess jetzt aber nicht.