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Sea-Watch-Schiff legt in Italien an

29.06.2019

Zwei Wochen lang war das Schiff der Hilfsorganisation Sea-Watch im Mittelmeer unterwegs. 🌊 Es hatte mehr als 50 Flüchtlinge an Bord, die in Seenot geraten waren. In Italien durfte es nicht anlegen - wegen der ablehnenden Flüchtlingspolitik da. 🇮🇹 Doch die Situation auf dem Schiff war so angespannt, dass die deutsche Kapitänin jetzt trotzdem in Italien angelegt hat.

Gab das Ärger?

Im Hafen von Lampedusa haben Menschen das Schiff mit Jubel empfangen. Andere buhten es aus. Für die Kapitänin hat die Aktion definitiv Folgen. Sie wurde erst festgenommen. ⬆️ Jetzt steht sie unter Hausarrest. Ihr droht eine längere Haftstrafe, weil sie im Hafen ein italienisches Patrouillenboot beschädigt haben soll.

Das gibt Kritik...

Ja. Der deutsche Außenminister Maas hat zum Beispiel gesagt, dass es eine humanitäre Pflicht ist, Menschenleben zu retten. Der italienische Innenminister Salvini ist da ganz anderer Meinung. Er schrieb bei Facebook: "Piratenschiff beschlagnahmt, Höchststrafe für die
Nichtregierungsorganisation."