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Harte Strafe für Mord an Susanna

10.07.2019

Der Mord an Susanna aus Mainz war kein gewöhnliches Verbrechen. Es löste eine Debatte über Flüchtlinge aus und führte zu Demos gegen Ausländer und gegen Rassismus. Heute ist das Urteil gefallen - gegen einen 22-jährigen Iraker. Aber der Reihe nach:

➡️ Der Fall

Die 14-jährige Susanna lernte den damals 20-jährigen Iraker kennen, wollte aber keine Beziehung mit ihm und auch keinen Sex. Laut Gericht vergewaltigte und erwürgte der Täter sie - und vergrub die Leiche in der Nähe einer Bahnstrecke bei Wiesbaden.

➡️ Die Flucht

Nach dem Mord setzte sich der Mann in den Irak ab - mit Ersatz-Dokumenten, die seine Familie bei der Botschaft besorgt hatte. Die irakische Polizei verhaftete ihn und der Chef der Bundespolizei holte den Tatverdächtigen persönlich aus dem Irak ab, obwohl es kein Abkommen mit dem Land gibt.

➡️ Der Prozess

Den Mord gab der inzwischen 22-Jährige vor Gericht zu, die Vergewaltigung stritt er ab. Allerdings hatte er einem Mithäftling davon erzählt - der sagte vor Gericht aus. Der Angeklagte zeigte keine Reue im Prozess und äußerte sich mehrfach frauenverachtend.

➡️ Das Urteil

Lebenslang Gefängnis! Mit besonders schwerer Schuld. Das heißt, er kann nicht nach 15 Jahren vorzeitig entlassen werden. Auch eine Sicherungsverwahrung ist noch möglich - dann käme er nie mehr frei. Der Richter hält den Mörder von Susanna weiter für sehr gefährlich.