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EU plant kein Verbot von Kunstrasen-Plätzen

23.07.2019

Um den Rasen wird im Fußball ja eine regelrechte Wissenschaft 🤓 gemacht - selbst wenn der gar nicht immer echt, sondern aus Kunststoff ist. Zumindest war die Aufregung in den letzten Tagen groß, als es hieß: Die EU könnte Kunstrasenplätze verbieten.

Verbot? Warum? 😳

Konkret geht es um das Granulat, das bei vielen Kunstrasenplätzen für Stabilität und Dämpfung sorgt. Für die EU ist das Mikroplastik und damit möglicherweise umweltschädlich. Die EU-Kommission prüft zurzeit, wie weniger Mikroplastik eingesetzt werden kann - und davon wäre womöglich auch das Granulat der Fußballer betroffen.

Also Verbot?!

So hatten es offenbar der DFB und auch Bundessportminister Seehofer verstanden. Die fordern schon Bestandschutz für vorhandene Plätze und sechs Jahre Übergangsfrist für Vereine mit Kunstrasen.

Die EU-Kommission hat jetzt klargestellt: Sie plant gar kein grundsätzliches Verbot von Kunstrasen. Und auch in Sachen Granulat will sie eine verhältnismäßige Entscheidung treffen. Mögliche wirtschaftliche und soziale Folgen lässt sie gerade untersuchen.

Alternativen?

Gibt es: Schon länger wird Kunstrasen mit Sand aufgefüllt. Das ist bei Spielern aber nicht so beliebt. Neuer ist die Variante mit Kork. 🌳 Das wäre ein nachwachsendes Material, ist zurzeit aber teurer als das Plastik-Granulat. Außerdem spielt es sich auf Plastik, Sand und Kork jeweils etwas anders. ⚽