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Testosteron-Streit stoppt Weltmeister-Läuferin

30.07.2019

Der Streit ist kompliziert: Die Läuferin Caster Semenya aus Südafrika ⏫ kann bei der nächsten WM ihren Titel wohl nicht verteidigen. Es geht darum, dass die Sportlerin viel von dem Hormon Testosteron in ihrem Körper hat - deutlich mehr als andere Frauen. Und das könnte ihr im Wettkampf unfaire Vorteile verschaffen.

Deshalb keine WM?

Wahrscheinlich darf Semenya wegen der sogenannten Testosteron-Regel des
Leichtathletik-Weltverbandes nicht antreten. Die besagt, dass Läuferinnen mit erhöhtem Testosteron nur mitmachen dürfen, wenn sie das mit Medikamenten drücken. Semenya hat das immer abgelehnt und versucht, die Regel zu kippen.

Hat nicht geklappt?

Stand jetzt: Nein. Ein Schweizer Gericht hat entschieden: Caster Semenya muss sich erstmal an die Regel halten. Und dass sich das bis zur WM noch ändert, ist sehr fraglich. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften fangen nämlich in knapp zwei Monaten an.