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Fußball-Sommermärchen wird Fall fürs Gericht

06.08.2019

Erinnerst du dich? Fußball-WM 2006 in Deutschland? ⚽🇩🇪 Das Sommermärchen mit Fanmeilen, Public Viewing und Deutschland-Flaggen überall. Jetzt hat die WM ein juristisches Nachspiel - in der Schweiz.

Was ist los?

Diese vier ⬆️ hier stehen im Fokus der Schweizer Bundesanwaltschaft: 2006 waren Horst Schmidt, Theo Zwanziger, Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach DIE Top-Leute beim DFB. Sie haben die WM in Deutschland organisiert. ⚽ Drei von ihnen sind jetzt angeklagt worden. Die Schweizer Justiz wirft ihnen Betrug vor.

Wieso?

Es geht um 6,7 Millionen Euro. Dieses Geld leihte sich 2002 das Orga-Team der WM bei einem privaten Unternehmer. Über Umwege landete es dann aber bei einem Fußball-Funktionär in Katar. Warum - das ist die Frage, um die sich alles dreht.

Der Verdacht: Das Geld war dazu da, Stimmen für die WM-Vergabe zu kaufen. Bewiesen ist das nicht, die Bundesanwaltschaft in der Schweiz ist sich aber sicher: Die deutschen Fußball-Manager haben einen Grund für das Geld vorgetäuscht.

Reaktionen?

Niersbach und Zwanziger sagen, dass sie sich nichts vorzuwerfen haben. Außerdem verstehen sie nicht, warum das Thema die Behörden in der Schweiz interessiert.

Franz Beckenbauer ⬆️ hat übrigens noch eine Schonfrist: Weil er zu krank ist, muss er erstmal nicht vor Gericht. Gegen ihn laufen nur die Ermittlungen weiter.