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Ärger bei Schalke-Fans über Tönnies-Entscheidung

07.08.2019

Eigentlich wollte Schalke gestern einen Haken machen hinter den Fall Tönnies. ✔️ Heute zeigt sich aber: Für viele Fans und Politiker ist die Sache mit den umstrittenen Afrika-Äußerungen noch lange nicht erledigt. ⬆️

Was sagen sie?

Die Schalker Fan-Initiative setzt sich generell gegen Rassismus im Fußball ein und findet weiter, dass Clemens Tönnies nicht mehr das passende Gesicht ist für Schalke - und als Chef des Aufsichtsrates aufhören muss. Der Ehrenrat hatte sich gestern mit Tönnies auf eine dreimonatige Pause geeinigt. Diese Strafe halten viele Fans für zu gering.

Andere Meinungen?

Gibt es auch. Die Fan-Initiative schätzt, dass das Lager gespalten ist: eine Hälfte contra Tönnies und eine, die ihn weiter an der Spitze von Schalke will. Tönnies hatte in einer Rede Menschen aus Afrika pauschal unterstellt, zu viele Bäume zu fällen und zu viele Kinder zu kriegen.

Rassismus?

Der Schalker Ehrenrat hat gestern Abend gesagt: nein. Auch dafür gibt's Kritik. Der Leiter der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes findet das Urteil verharmlosend. Spätestens Mitte August könnte der Druck auf Schalke und Tönnies weiter steigen. Dann beschäftigt sich die Ethik-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes mit dem Fall.