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Gründe für großen NRW-Polizeieinsatz waren vorgeschoben

29.08.2019

Letztes Jahr hat die Polizei im Hambacher Forst mit viel Aufwand 86 Baumhäuser von Aktivisten geräumt. Es war einer der größte Polizeieinsätze der NRW-Geschichte. Und wie sich jetzt herausstellt, waren die Gründe dafür nur vorgeschoben. 😨

vorgeschoben?

Zwei jetzt erst öffentlich gemachte Gutachten von damals belegen, was viele immer vermutet haben: Die Landesregierung wollte dem Energiekonzern RWE den Weg für's Bäumefällen frei machen - und hat deshalb nach einem Grund gesucht, wie sie die Räumung begründen könnte.

Was heißt das?

Innenminister Reul hatte immer gesagt, sie würden den Wald aus Sorge um die Sicherheit der Baumhausbewohner räumen lassen. Die Gutachten zeigen, dass es umgekehrt war: Die NRW-Regierung wollte den Wald unbedingt räumen und hat so lange einen Grund gesucht, bis sie einen gefunden hat.

WTF!

Ja, schon krass, oder? Mal ganz abgesehen davon, dass der Einsatz der Kosten in Millionenhöhe verursacht hat: Er war im Endeffekt umsonst, denn die geräumten Baumhäuser im Hambacher Forst stehen längst wieder. 🤷‍♀️