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Urteile im Lügde-Prozess

05.09.2019

Die zwei Haupttäter im Missbrauchsfall von Lügde
⬆️ müssen lange ins Gefängnis. Das Gericht hat sie zu 12 und 13 Jahren Haft verurteilt. Auch danach werden sie das Gefängnis nicht verlassen dürfen - denn das Gericht hat angeordnet, dass sie in Sicherungsverwahrung bleiben müssen.

Hartes Urteil?

Die Höchststrafe für den Missbrauch wären 15 Jahre gewesen. Das Gericht ist etwas darunter geblieben, weil die beiden Männer gestanden haben und den Opfern deswegen erspart geblieben ist, Details über den Missbrauch aussagen zu müssen. Für das Gericht war aber auch ganz klar, dass die Männer das Gefängnis so bald nicht mehr verlassen dürfen.

Urteilsbegründung?

"Monströs", "abscheulich" und "widerwärtig" - die Richterin sagte, dass diese Worte nicht ausreichen! Die beiden Männer hätten den Opfern "unermessliches Leid zugefügt". Sie kritisiert, dass beide keine Reue gezeigt haben und gar kein Empfinden dafür haben, was sie den Kindern schreckliches angetan haben.

Folgen für Opfer?

Die Richterin sagt, dass sie im Prozess viele schwer traumatisierte Kinder kennengelernt hat und Erwachsene, die noch heute unter dem Missbrauch leiden. Einer der Opferanwälte sagt, dass die betroffenen Kinder jetzt nach dem Urteil endlich mit Hilfe von Therapien anfangen können, den Missbrauch aufzuarbeiten.