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Lügde-Missbrauchsfälle werden politisch aufgearbeitet

12.09.2019

Letzte Woche sind die Urteile im Fall Lügde gefallen. Die beiden Angeklagten müssen 12 und 13 Jahre in Haft, weil sie jahrelang auf einem Campingplatz Kinder missbraucht hatten. Ab heute wird der Fall auch politisch aufgearbeitet. Es geht vor allem um Fehler, die gemacht wurden.

Welche Fehler?

Um das genau herauszufinden, schauen sich die Mitglieder des Untersuchungsausschusses des Landtags in Düsseldorf die letzten 18 Jahre an. Denn schon 2002 soll zum Beispiel die Kreispolizei Lippe Hinweise auf Kindesmissbrauch durch den verurteilten Hauptangeklagten gehabt haben, erst 2018 wurde der Mann festgenommen! 😶

Krass!

Und es geht noch weiter: Mögliche Beweise sind aus einer Polizeiwache verschwunden. Und der U-Ausschuss will auch klären, warum das zuständige Jugendamt dem Hauptangeklagten ein Pflegekind überlassen konnte, obwohl es Hinweise auf Kindesmisshandlungen gab.